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Festival Glatt & Verkehrt

31/07/2011
17:00to23:00

Dentro del Festiva l Kepa Junkera Band – Es un estudioso de la música, compositor y un virtuoso de la trikitixa, el acordeón vasco: Kepa Junkera de Bilbao, que ya desde sus principios se hizo hueco como un fantástico representante de la música vasca, tanto tradicional como moderna.

Manuel de los Santos Pastor “El Agujetas” – La más genuina y emotiva forma del flamenco es sin duda el “cante jondo”, que desde hace cuatro décadas aparece unido al nombre de Manuel de los Santos Pastor, alias “El Agujetas”, de Jerez de la Frontera.

Ojos de Brujo – El tercer punto álgido de la noche y el punto final del festival lo ponen los nueve miembros del grupo Ojos de Brujo (“Magician’s Eyes”). La crítica social y el éxito son la bandera de este sonido mestizo procedente de la metrópolis de Barcelona.

Cuándo: 31/07/2011 – 17:00
Dónde: Winzer Krems, Sandgrube 13
Entradas: http://www.glattundverkehrt.at/tickets/ticketinformationen

Más información en Glatt & Verkehrt

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Kepa Junkera Band
Kepa JUNKERA | Trikitixa; Argibel EUBA | Txalaparta, Perkussion; Iñigo OLABARRI | Txalaparta, Perkussion, Alboka; Roberto CABALLERO | Bass; Luis Angel TELLERIA | Schlagzeug; Mikel GAZATAÑAGA | Klavier / Keyboards
Spanien ist eine Fiktion. So mag es manchmal scheinen angesichts der tiefen Verwurzelung in den Regionen, der ungebrochenen Kraft örtlicher Identität. Eine solche Situation lässt normalerweise Konservatismus entstehen – nicht so im Fall des Musikers und Musikforschers Kepa Junkera aus Bilbao, allererste Adresse für authentische baskische Musik. Eine Musik mit einzigartigen Klängen und Rhythmen, und mit besonderem Instrumentarium. Darunter die Blasinstrumente Alboka, Txistu, Xirula und Ochsenhorn und vor allem ein Reichtum an Schlaginstrumenten: Txalaparta, Kirikoketa, Ttun-ttun, Danbolin, Toberak … Kepa Junkera selbst ist seit seiner Jugend Meister auf dem baskischen Akkordeon Trikitixa oder auch Eskusoinua, wörtlich: Handklang. Trikitixa werden auch die Ensembles genannt, in denen diese Knopfharmonika mitspielt – deren Vorläuferin im frühen 19. Jahrhundert in Wien entwickelt wurde! Vor allem bringt Kepa Junkera das Kunststück zuwege, die in Jahrhunderten entstandene baskische Musik überzeugend weiterzuentwickeln und mit dem Wissen des 21. Jahrhunderts zu verbinden, in Kompositionen voller Witz, Würze und Originalität.

Manuel de los Santos Pastor “El Agujetas”
Manuel de los Santos Pastor “El Agujetas”| Cantaor (Sänger); Antonio SOTO | Tocaor (Gitarrist); KANAKO | Bailaora (Tänzerin)
Flamenco – Musik, die geradezu sinnbildlich für Spanien steht. Der Streit darüber ist fast so alt wie der „cante“ selbst. Was ist „puro“ – echt, authentisch? Was ist „impuro“ – verwässert? Darf Flamenco für Geld gespielt, gesungen, getanzt werden? Können andere als Gitanos, die Nachfahren der Roma, die 1425 nach Spanien kamen, sie vollends beherrschen: die Bewegungen, die Rhythmen, den Ausdruck? El Agujetas, geboren wie der legendäre Cantaor Manuel Torre in Jerez la Frontera. Agujetas ist Schmied wie sein Vater, mit dem er als Kind von Hof zu Hof zog, die Pferde zu beschlagen, Geschichten zu hören und weiterzugeben. Viele der anonymen „Coplas“, der Verse im populären Flamenco-Repertoire, sollen auf Agujetas Vater und Sohn zurückgehen. Erst 1970 nahm Agujetas junior, schon nicht mehr ganz jung, seine erste Schallplatte auf, bald wurde er zur lebenden Legende. Gegenüber dem Flamenco Nuevo eines Paco de Lucia und anderer verkörpert er den alten Cante jondo, den „tiefen“ Flamenco im engsten Sinn. Unvergesslich eindrucksvoll, wie Agujetas mit Narbengesicht und Goldzähnen in Carlo Sauras Film „Flamenco“ über die „Locura“ singt, den Wahnsinn vor erlittenem Schmerz und Unrecht. Auch ein eigener Dokumentarfilm ist Agujetas gewidmet, seit vier Jahrzehnten Vertreter eines Cante ohne Kompromisse.

Ojos de Brujo | Spanien
Marina “la Canillas” | Gesang; Max WRIGHT | Gesang, Perkussion; Javi MARTÍN | E-Bass; Carlitos SARDUY | Trompete, Congas, Keyboard; Susi MEDINA | Tanz, Gesang; Kiki FERRER | Schlagzeug; Dani LOPEZ | Gitarre
Die Metropole Barcelona, Hafen- und Hauptstadt Kataloniens, war im 20. Jahrhundert das Ziel für Hunderttausende. Ein stetiger Strom von Zuwanderern aus rückständigen Provinzen wie Andalusien vervielfachte die Einwohnerzahl von einer halben Million um 1900 auf rund fünf Millionen im Großraum Barcelona heute. Im wirtschaftlich erfolgreichen Norden sah man auf die „Charnegos” aus dem Süden oft herab – aber Barcelona war ein fruchtbarer Boden für die Musik, die sie mitbrachten, wie den Flamenco.Ojos de Brujo sind die einflussreichsten Vertreter des Mestizo Sound  im heutigen Barcelona. Auch bei ihnen sind Flamenco-Texte, Flamenco-Melodien und Tanz wichtige Elemente – nicht puristisch gepflegt, sondern in lustvoller Vermischung mit Dub oder Funk. „Jip jop flamenkillo“, Hip Hop mit etwas Flamenco, nennen ODB selbst ihren Stil, den sie in zwölf Jahren perfektioniert und dafür unter anderem 2004 den begehrten BBC Radio Three World Music Award gewonnen haben. Zum akustisch-visuellen Gesamterlebnis gehört Tanz ebenso wie die Performance der charismatischen Frontfrau Marina “la Canillas”. Ojos de Brujo sehen sich als Gitanos (Zigeuner) der Gegenwart; ihre Texte kritisieren soziale Entwicklungen nicht nur in Europa, sondern auch in der Dritten Welt  – globalisierungskritische Vertreter globaler Musik. Ein brodelnder Höhepunkt und Abschluss des Festivals.

Wann: 31/7/2011 – 17:00
Wo: Winzer Krems, Sandgrube 13
Tickets: http://www.glattundverkehrt.at/tickets/ticketinformationen

Alle Infos unter: Glatt & Verkehrt